Welche Küchenausstattung braucht man im Wohnmobil wirklich? Diese Frage kann ich nach vielen Jahren Leben, Kochen und Backen im Kastenwagen ziemlich gut beantworten. Denn erst im Alltag merkt man, welche Küchenhelfer wirklich praktisch sind und welche zwar zu Hause sinnvoll erscheinen, im Wohnmobil aber hauptsächlich wertvollen Platz wegnehmen.

Wir leben und reisen seit vielen Jahren im Kastenwagen. Unsere Wohnmobilküche ist klein, wird aber jeden Tag intensiv genutzt. Ich koche, backe Brot und Kuchen, probiere neue Rezepte aus und entwickle natürlich auch die Rezepte für diesen Blog darin.
Dabei hat sich meine Küchenausstattung immer weiter entwickelt. Dinge sind eingezogen, andere wieder ausgezogen. Manche Küchenhelfer begleiten mich dagegen schon seit Jahren und haben unzählige Kilometer, schlechte Straßen, Hitze, Kälte und sehr viele Mahlzeiten überstanden.
Genau diese Dinge möchte ich Dir hier zeigen.
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Wenn Du einfach durch meine Empfehlungen stöbern möchtest, findest Du viele meiner Küchenhelfer auch gesammelt in meinem Amazon-Shop*.
Was muss Küchenausstattung fürs Wohnmobil können?
Dazu kommt das Gewicht. Gerade bei einem Wohnmobil ist die mögliche Zuladung nicht unbegrenzt. Zehn vermeintlich kleine Küchenhelfer ergeben zusammen schnell einige Kilogramm.
Und dann wäre da noch die Fahrt. Während einer Reise wird die komplette Küche regelmäßig durchgeschüttelt. Geschirr, Töpfe, Pfannen und Geräte stoßen aneinander und müssen trotzdem möglichst lange halten.
Deshalb stelle ich mir bei neuer Küchenausstattung inzwischen immer ein paar Fragen:
Benutze ich das wirklich regelmäßig?
Frische Backwaren GenießenKann ich es für mehrere Aufgaben verwenden?Ist es robust genug für den Wohnmobilalltag?Kann ich es platzsparend verstauen?Ist das zusätzliche Gewicht vertretbar?Braucht es Strom oder funktioniert es direkt auf dem Herd?Lässt es sich unkompliziert reinigen?
Besonders gern mag ich Küchenhelfer, die mehrere Aufgaben übernehmen. Ein Gerät für nur einen einzigen Zweck muss schon ziemlich überzeugend sein, damit es dauerhaft einen Platz in unserer kleinen Küche bekommt.
Allerdings halte ich mich selbst nicht immer streng daran. Manche Dinge sind objektiv nicht besonders wohnmobiltauglich und fahren trotzdem mit. Wenn ich sie häufig benutze und wirklich gern damit arbeite, dürfen sie bleiben.
RoadBaker: Backofen für die Wohnmobilküche
Ein CampingBackofen gehört für mich zu den wichtigsten Geräten in unserer Wohnmobilküche. Denn damit kannst Du auf einem ganz normalen Herd plötzlich Dinge zubereiten, für die sonst ein Backofen nötig wäre.

Brot, Kuchen, Aufläufe, Quiches, Pizza, Ofengemüse oder aufgebackene Brötchen sind damit auch ohne fest eingebauten Backofen möglich.
Heute nutze ich dafür den RoadBaker CampingBackofen*.
Besonders praktisch finde ich den Glasdeckel. Dadurch kann ich während des Backens sehen, was im Ofen passiert, ohne ständig den Deckel anzuheben. Das ist nicht nur bequem, sondern gerade am Anfang hilfreich, wenn Du noch kein Gefühl für Backzeit und Flammengröße entwickelt hast.
Die beschichtete Backform lässt sich außerdem unkompliziert verwenden und reinigen. Mit zusätzlichem Gitter und Silikonformen wird der RoadBaker noch vielseitiger.
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Meinen ausführlichen Erfahrungsbericht findest Du hier:RoadBaker – der CampingBackofen mit Glasdeckel: mein Testbericht
Stabmixer: mein Zauberstab von ESGE
Ein guter Stabmixer gehört für mich unbedingt zur Küchenausstattung. Was ich dagegen nicht brauche, ist ein großer Standmixer mit schwerem Mixbehälter, der einen halben Schrank belegt.
Seit vielen Jahren nutze ich deshalb einen ESGE Zauberstab*.
Damit püriere ich Suppen, Saucen, Dips und Aufstriche und verwende ihn für viele weitere Aufgaben, wie Milch aufschäumen oder Proteinshakes mixen. Er nimmt wenig Platz weg und ist schnell einsatzbereit.
Besonders praktisch ist für mich der passende Zerkleinerer von ESGE*. Darin zerkleinere ich beispielsweise Nüsse, Kräuter, Hartkäse oder schrote Leinsamen. Genau solche Kombinationen mag ich im Wohnmobil: Ein Grundgerät übernimmt verschiedene Aufgaben und spart dadurch zusätzliche Geräte.
Klean Kanteen Trinkbecher und Trinkflasche
Trinkbecher und Flaschen müssen bei uns deutlich mehr aushalten als zu Hause. Sie fahren im Schrank mit, kommen mit nach draußen, landen im Rucksack und werden ständig benutzt.
Deshalb mag ich robuste Lösungen, die möglichst lange halten.Die dürfen mit der Zeit auch Kratzer und Beulen bekommen und sollten trotzdem noch funktionieren.
Bei uns haben sich ein Klean Kanteen Trinkbecher* und eine Klean Kanteen Trinkflasche* bewährt.
Gerade bei Dingen, die täglich verwendet werden, lohnt es sich meiner Meinung nach eher, etwas Robustes zu kaufen, statt regelmäßig Ersatz zu benötigen.
Thermometer mit Fühler
Ein Thermometer mit Fühler bzw. Zuckerthermometer* benutze ich dann, wenn die tatsächliche Temperatur einer Speise wichtig ist.Für manche Menschen scheint das ein übertriebenes Zubehör für die Wohnmobilküche zu sein, bei mir ist es aber durchaus immer wieder im Einsatz. Beim Frittieren zum Messen der Öltemperatur beispielsweise.
Für einen CampingBackofen halte ich ein Thermometer dagegen nicht zwingend für notwendig. Dort ist meiner Erfahrung nach viel wichtiger, den eigenen Herd kennenzulernen und ein Gefühl für die richtige Flammengröße und Backdauer zu bekommen.Die Temperaturanzeige lässt sich ohnehin nicht einfach mit einem klassischen Backofen vergleichen. Deshalb würde ich den Kauf eines Thermometers nicht davon abhängig machen, ob Du einen CampingBackofen benutzt.
Eine große Edelstahlpfanne
Eine gute Pfanne gehört zu den wichtigsten Dingen in meiner Küche. Ich nutze sie längst nicht nur zum klassischen Braten.In einer großen Pfanne bereite ich komplette Gerichte zu, backe Fladenbrot, Pizza und sogar Kuchen. Dadurch übernimmt eine Pfanne im Wohnmobil Aufgaben, für die zu Hause mehrere unterschiedliche Geräte verwendet werden.
Meine Edelstahl-Servierpfanne* gehört deshalb schon lange zur Ausstattung.
Wenn Du wenig Stauraum hast, würde ich eher eine wirklich vielseitige Pfanne mitnehmen als mehrere unterschiedliche Spezialpfannen.

Auf meinem Blog findest Du inzwischen viele Ideen zum Backen in der Pfanne. Das ist eine sehr praktische Möglichkeit, wenn kein Backofen vorhanden ist.
Zum Backen in der Pfanne ist auch schon ein E-Book mit vielen tollen Rezepten von mir erschienen:
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Kaffee im Wohnmobil: French Press oder Mokkakocher
Für guten Kaffee braucht es keine elektrische Kaffeemaschine. Das ist im Wohnmobil ein großer Vorteil, denn jedes Gerät, das ohne 230 Volt funktioniert, macht uns ein Stück unabhängiger.
Eine French Press Kaffeekanne* braucht lediglich gemahlenen Kaffee und heißes Wasser. Keine Kapseln, keine Steckdose und kaum Technik.
Daneben nutze ich gerne einen Mokkakocher aus Edelstahl*.
Der kommt direkt auf den Herd. Welches System besser ist, ist hauptsächlich Geschmackssache. Für mich haben beide denselben wichtigen Vorteil: Sie funktionieren komplett ohne Strom.Aktuell koche ich meinen Kaffee gar nicht mehr sondern bereit ihn nach der Cold-Brew-Methode zu. Dafür weiche ich das Kaffeepulver 12 bis 24 Stunden in kaltem Wasser ein und siebe es anschließend ab. Danach füge ich noch Wasser hinzu und erhitze alles auf Trinktemperatur. Du könntest ihn aber auch auch kalt trinken. Der Kaffee schmeckt weniger bitter und ist magenfreundlicher, enthält aber mehr Koffein.
Meine Küchenwaage: klein genug und unverzichtbar
Beim Kochen kann ich vieles nach Gefühl machen. Beim Backen sieht das anders aus. Da sind exakte Mengen oft entscheidend für ein gutes Ergebnis.
Eine kleine digitale Küchenwaage* ist deshalb für mich unverzichtbar.

Einen klassischen Messbecher brauche ich für die meisten Rezepte beispielsweise gar nicht, weil ich Flüssigkeiten ebenfalls direkt abwiege. Das ist für mich typisch für eine sinnvolle Wohnmobilküche: möglichst wenig Gegenstände, die dafür möglichst viele Aufgaben übernehmen.
Isolierbehälter von Emsa
Mein Isolierbehälter von Emsa* gehört zu den eher unspektakulären Küchenhelfern, ist im Alltag aber erstaunlich praktisch.
Darin lassen sich Speisen warm oder kalt halten. Das hilft, wenn eine Komponente des Essens bereits fertig ist, während auf der anderen Flamme noch gekocht wird. Das ist besonders praktisch wenn Du nur 1 Kochstelle zur Verfügung hast.
Ein guter Schneebesen reicht
Bei manchen Küchenutensilien brauche ich keine Auswahl aus fünf verschiedenen Größen und Ausführungen. Ein gutes Teil reicht. Mein Schneebesen von WMF* ist dafür ein gutes Beispiel. Ich nutze ihn für Teige, Saucen, Pudding, Cremes und alles, was schnell miteinander vermischt werden muss.
Zusätzlicher Gaskocher als weitere Kochstelle
Wenn Du nur zwei Kochstellen im Wohnmobil hast, kann eine zusätzliche Flamme sehr praktisch sein. Das gilt besonders, wenn mehrere Komponenten eines Gerichts gleichzeitig fertig werden sollen. Bei mir ist er gerade besonders hilfreich da mein eingebauter Herd mittlerweile den Geist aufgegeben hat.
Du siehst den Kocher auf den Bildern vom RoadBaker und der Servierpfanne.
Das ist im Sommer angenehm, wenn es im Wohnmobil ohnehin schon warm genug ist. Auch Gerichte, bei denen viel Hitze oder starke Gerüche entstehen, bereite ich lieber draußen zu.
Wichtig: Nutze einen Gaskocher immer entsprechend der Herstellerfreigabe. Modelle, die nur für den Außenbereich vorgesehen sind, gehören selbstverständlich nicht ins geschlossene Wohnmobil.
Crepespfanne?
Eine Crêpespfanne* ist eigentlich ein Spezialist und Spezialisten versuche ich in der kleinen Küche eher zu vermeiden. Durch den sehr niedrigen Rand lässt sie sich aber nicht nur für Crêpes einsetzen. Auch Pfannkuchen, Fladen und andere flache Teiggerichte lassen sich darauf gut zubereiten und einfacher wenden als in einer hohen Pfanne.Ob sich eine eigene Crêpespfanne für Dich lohnt, hängt natürlich davon ab, wie oft Du sie benutzt. Für zwei Crêpes im Jahr würde ich dafür keinen Stauraum reservieren.
Spätzle-Shaker
Noch so ein Spezialist ist mein Spätzle-Shaker*.
Braucht jeder Camper einen? Nein.
Wenn Du allerdings gerne selbst Spätzle machst, ist er ziemlich praktisch. Der Teig wird direkt darin vorbereitet und anschließend ins heiße Wasser gegeben.
Wie das funktioniert, zeige ich Dir hier:
Spätzle einfach mit dem Spätzle-Shaker selber machen
Lötlampe für die Küche
Eine kleine Lötlampe bzw. ein Küchenbrenner* ist sicher kein Teil der Grundausstattung.
Für bestimmte Gerichte ist sie aber praktisch. Damit lassen sich Oberflächen schnell karamellisieren oder gezielt starke Hitze einsetzen, ohne einen Grill im Backofen zu benötigen.
Wie bei allen Geräten mit offener Flamme gilt natürlich: Nur auf einem sicheren, nicht brennbaren Untergrund verwenden und brennbare Materialien aus dem Arbeitsbereich entfernen.
Waffeleisen ohne Strom
Auch für Waffeln brauche ich keine elektrische Maschine.
Mein Waffeleisen wird direkt auf dem Herd erhitzt. Dadurch funktioniert es ohne Landstrom, Wechselrichter oder Steckdose.
Gusseisen ist zwar nicht gerade ultraleicht, dafür aber robust und langlebig. Wenn Du gerne Waffeln machst, kann so ein Waffeleisen deshalb trotz des Gewichts sinnvoll sein.
Meine Erfahrungen damit findest Du hier:
Waffeleisen aus Gusseisen ohne Strom
Grillfolie: auch zum Backen in der Pfanne
Wiederverwendbare Grillfolien* habe ich nicht nur zum Grillen verwendet.
Besonders praktisch waren sie für mich auch beim Backen von Kuchen in der Pfanne. Genau solche Mehrfachnutzungen mag ich in der Wohnmobilküche.
Ein Gegenstand, der ursprünglich für einen bestimmten Zweck gekauft wurde und später noch mehrere andere Aufgaben übernimmt, verdient seinen Platz im Schrank deutlich eher als ein echter Spezialist.
Mein einfaches Nudelholz aus Marokko
Mein Nudelholz ist wahrscheinlich eines der simpelsten Küchengeräte in unserem Wohnmobil.
Keine Mechanik, kein Strom, nichts, was kaputtgehen kann. Es ist einfach ein Stück Holz aus Marokko und macht genau das, was ein Nudelholz machen soll.
Solche einfachen Werkzeuge sind fürs Wohnmobil oft ideal: robust, langlebig, unkompliziert und sofort einsatzbereit.
Ein ähnliches Nudelholz findst du hier*.
Wenn Du kein Nudelholz mitnehmen möchtest, tut es zur Not auch eine Kleen Kanteen Flasches oder ähnliches.
2 gute Messer
Ich habe 2 gute Schneidemesser im blauen Kasten. Ein großes und ein kleines. Beide sind von Ikea und halten wirklich schon sehr lange. Ich glaube, ich habe sie tatsächlich schon seit 14 Jahren im Einsatz. Sie sind ähnlich wie diese hier: Klick*
Ein Brotmesser habe ich nicht zusätzlich dabei.


Schleifset
Meine Küchenmesser werden regelmäßig geschärft mit einem Schleifset. Das ist sicher kein Gadget für die Urlaubsreise aber für Langzeitreisende oder Dauer-Vanlifer schon sehr nützlich. Du kannst dieses Schleifset* aber natürlich auch zu Hause sehr gut benutzen. Es hat sich bei uns über viele Jahre schon bewährt.

Was brauchst Du wirklich für Deine Wohnmobilküche?
Bitte verstehe diese Liste nicht als Einkaufszettel. Du musst keinesfalls all diese Dinge kaufen, bevor Du mit Deinem Wohnmobil losfährst.
Im Gegenteil: Ich würde immer mit einer überschaubaren Grundausstattung starten.
Ein oder zwei gute Töpfe, eine vielseitige Pfanne, ein vernünftiges Messer, Schneidebrett, Kochlöffel, Schneebesen und das, was Du auch zu Hause tatsächlich regelmäßig benutzt, reichen für den Anfang vollkommen aus.
Alles Weitere ergibt sich unterwegs.
Nach einigen Wochen im Wohnmobil merkst Du ziemlich schnell, was Dir fehlt. Vielleicht möchtest Du unbedingt regelmäßig Brot backen und ein CampingBackofen zieht ein. Vielleicht trinkst Du gar keinen Kaffee und brauchst weder French Press noch Mokkakocher.
Vielleicht liebst Du Waffeln so sehr, dass Du freiwillig ein gusseisernes Waffeleisen durch halb Europa fährst. Oder eine marokkanische Tajine.
Genau so sollte es sein.
Die beste Küchenausstattung fürs Wohnmobil ist nicht die längste Einkaufsliste. Es ist die Ausstattung, die zu Deiner Art zu kochen und zu reisen passt.
Meine wichtigste Regel für neue Küchenhelfer
Wenn heute etwas Neues in unsere Wohnmobilküche einzieht, sollte es entweder häufig benutzt werden oder eine Aufgabe übernehmen, für die meine vorhandene Ausstattung keine vernünftige Lösung bietet.
Das schützt ziemlich gut davor, die Schränke langsam mit Dingen vollzustopfen, die irgendwann nur noch von einer Ecke in die andere geräumt werden.
Gleichzeitig muss eine Wohnmobilküche für mich nicht auf maximalen Minimalismus optimiert sein.
Kochen und Backen gehören zu unserem Alltag und machen mir Spaß. Deshalb darf ein Küchenhelfer auch einfach mitfahren, weil ich ihn gern benutze.
Platz und Gewicht sind wichtig. Freude am Kochen aber auch.
Wenn Du weitere Ideen suchst, findest Du viele meiner Küchenhelfer gesammelt in meinem Amazon-Shop*.
Und jetzt interessiert mich Deine Wohnmobilküche:
Welches Küchenutensil würdest Du niemals zu Hause lassen? Und gibt es bei Dir vielleicht auch etwas völlig Unvernünftiges, das trotzdem auf jede Reise mitmuss?
Schreib es mir in die Kommentare. Ich freue mich auf Deine Tipps und vielleicht entdecke ich dabei selbst noch einen neuen Küchenhelfer.
Deine Doreen
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