Herzhafter Tomaten-Oliven-Kuchen aus dem CampingBackofen [RoadBaker, OMNIA & Co.]

Pizza trifft Kuchen! Und dein CampingBackofen macht ihn fluffig, würzig und einfach unwiderstehlich. Stell dir vor: ein warmer Sommerabend, du sitzt vor deinem Camper, irgendwo zwischen Kiefernwald und Meeresduft und auf dem Tisch liegt ein herzhafter Kuchen, der herrlich nach gerösteten Tomaten und Oliven duftet. Kein Stress und keine komplizierten Zutaten. Nur ein bisschen Vorfreude auf deinen Tomaten-Oliven-Kuchen entstanden, der gerade im CampingBackofen bäckt.

Der angeschnittene Tomaten-Oliven-Kuchen von oben. Auf einem blau weiß gemusterten Teller, welcher auf einem Holzbrett steht. Auf diesem liegen die 3 Kuchenstücke und 1 Messer

Ich nenne ihn liebevoll „Pizzakuchen“ denn er vereint das Herzhafte einer guten Pizza mit der lockeren Textur eines französischen Cake Salé. Nur dass ich diesmal komplett auf Eier verzichtet habe. Das Ergebnis? Überraschend fluffig, würzig durch Tomaten, Oliven und Röstzwiebeln und obendrein vegan, wenn du Hefeflocken statt Käse verwendest.

Vielleicht erinnerst Du Dich noch an meinen Cake Salè Rezept von vor 9 Jahren? Es st irgendwie ähnlich und doch wieder ganz anders! Du kannst es hier noch einmal nachlesen:

https://www.kochen-und-backen-im-wohnmobil.de/cake-sale-herzhafter-kuchen-mit-oliven-und-kaese/

Dieser herzhafte Kuchen ist die perfekte Beilage zu einem entspannten Grillabend oder macht sich als Hauptdarsteller neben einem großen Salat ganz hervorragend. Und das Beste: Du brauchst ihn nicht einmal heiß zu servieren, lauwarm oder zimmerwarm schmeckt er eigentlich besser.

Der angeschnittene Tomaten-Oliven-Kuchen schräg oben von der Sirte sodass im Anschnitte die getrockneten Tomatenzu sehen sind. Auf einem blau weiß gemusterten Teller.

Die Geschichte hinter dem Kuchen

Angefangen hat alles mit meinem Vorrat. Meine getrockneten Tomaten vom blauen Kasten lagen schon eine Weile da, mittlerweile deutlich dunkler als frisch gekaufte. Nicht mehr rot, fast schon mahagonifarben. Sie wirkten ziemlich ausgetrocknet, also habe ich sie kurzerhand für etwa 20 Minuten in heißem Wasser eingeweicht, dann gut abgetropft und in Stücke geschnitten.

Das empfehle ich dir übrigens grundsätzlich: Getrocknete Tomaten sind oft mit grobem Salz konserviert. Ein kurzes Bad in heißem Wasser spült das überschüssige Salz ab und macht sie angenehm zart. Je nachdem, wie trocken deine Tomaten sind, reichen schon 10 Minuten oder du lässt sie etwas länger ziehen.

Weil die Tomaten und Oliven bereits ordentlich Würze mitbringen, habe ich dem Teig selbst kaum Salz zugefügt. Die Röstzwiebeln tun ihr Übriges. Das Ergebnis ist ein Kuchen, der von innen heraus schmeckt ohne dass man das Gefühl hat, er sei überwürzt oder zu salzig.

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Der ehrliche Vorkoster-Moment

Ich muss kurz gestehen: Beim ersten Versuch habe ich es mit der Füllmenge vielleicht etwas übertrieben. Der Vorkoster war der Meinung, dass zwischen Tomaten und Oliven irgendwo noch ein bisschen Teig wünschenswert wäre. Okay, er hatte nicht ganz Unrecht.

Unsere anderen beiden Gäste hingegen waren schlichtweg begeistert und haben sich den Rest des Kuchens einfach eingepackt, was ich als ziemlich eindeutiges Votum werte. Im Rezept unten habe ich die Mengen trotzdem etwas angepasst, damit das Verhältnis von Teig zu Füllung ausgewogener ist. Du kannst natürlich nach Geschmack mehr oder weniger Tomaten und Oliven verwenden.

Warum ohne Eier?

Der klassische Cake Salé aus Frankreich kommt traditionell mit Eiern. Bei meinem Camping-Experiment habe ich diesmal komplett darauf verzichtet, unter anderem weil Eier auf Tour manchmal unpraktisch sind und ich neugierig war, ob der Kuchen trotzdem zusammenhält und genauso flussig wird.

Die Antwort: Ja, und wie! Pflanzlicher Joghurt und Olivenöl übernehmen die Aufgabe der Eier. Sie sorgen für Feuchtigkeit und eine schön lockere, fast fluffige Krume. Der Teig geht im CampingBackofen wunderbar auf und bleibt innen saftig, während die Außenseite leicht goldbraun wird.

Der Tomaten-Oliven-Kuchen mit Loch in der Mitte und petersilie oben drauf auf einem blau weiß gemusterten Teller.  Im Hintergrund grüne Wiese mit gelben Blumen.

Die Zutaten im Detail

Was macht diesen Kuchen so besonders? Schauen wir uns die wichtigsten Zutaten einmal genauer an:

  • Getrocknete Tomaten: Sie sind das Herzstück des Kuchens und bringen eine intensive, leicht süßliche Würze mit, die frische Tomaten so nie erreichen würden. Dunkel, fast karamelisiert im Geschmack, wahlweise in Öl oder gut eingeweicht.
  • Oliven: ob schwarz oder grün, das bleibt dir überlassen. Ich nehme gerne eine Mischung. Wichtig: Wenn die Oliven eingelegt sind, gut abtropfen lassen, damit der Teig nicht zu feucht wird. Und natürlich entsteinen, bevor sie im Teig landen.
  • Röstzwiebeln: Der geheime Würzkick! Einfach zwei Esslöffel in den Teig und schon hat der Kuchen eine herrliche Tiefe, ohne dass man extra Zwiebeln anbraten muss.
  • Frische Kräuter: Petersilie ist gesetzt, der Rest ist variabel. Oregano passt wunderbar zur Pizzanote, Basilikum bringt Frische, Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln sorgen für eine leichte Schärfe.
  • Käse oder Hefeflocken: Geriebener Hartkäse macht den Kuchen schön würzig und sorgt für eine leichte Kruste. Du kannst veganen Käse verwenden oder Hefeflocken: Sie bringen einen nussig-käsigen Geschmack, der perfekt hierher passt.
  • Was sind Hefeflocken? Hefeflocken sind inaktivierte Hefe in Flockenform, die Hefe wird also abgetötet, bevor sie verpackt wird, und treibt keinen Teig auf. Sie schmecken nussig und leicht käsig, weshalb sie in der veganen Küche gerne als Käseersatz verwendet werden. Über Pasta, in Soßen oder eben in einem herzhaften Kuchen wie diesem machen sie sich hervorragend.Du findest sie im Bio- oder Reformhaus, manchmal auch im gut sortierten Supermarkt. Nicht zu verwechseln mit Backhefe oder Trockenhefe, die sehen zwar ähnlich aus, schmecken aber völlig anders.

So einfach geht’s: Schritt für Schritt

Das Schöne an diesem Rezept: Du brauchst weder Mixer noch viel Geschirr. Eine große Schüssel reicht völlig aus.

  1. Tomaten vorbereiten: Getrocknete Tomaten, falls sehr trocken oder gesalzen für 15–20 Minuten in heißem Wasser einweichen, gut abtropfen lassen und in kleine Stücke schneiden. Oliven ebenfalls klein schneiden.
  2. Trockene Zutaten mischen: Mehl, Backpulver, Röstzwiebeln, Hefeflocken oder Käse, eine Prise Salz und frisch gemahlenen Pfeffer in einer großen Schüssel vermischen.
  3. Feuchte Zutaten unterrühren: Olivenöl, pflanzliche Milch und Joghurt zur Mehlmischung geben und alles zügig zu einem glatten Teig verrühren. Nicht zu lange rühren – der Teig darf ruhig etwas rustikal aussehen.
  4. Füllung und Kräuter einfalten: Tomaten, Oliven und die gehackten frischen Kräuter vorsichtig unterheben, bis alles gleichmäßig verteilt ist.
  5. Backen: Den Teig in die Backform füllen und im CampingBackofen bei kleiner Hitze ca. 50 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen!
  6. Auskühlen lassen: Den Kuchen nach dem Backen mindestens 10 bis 15 Minuten in der Form abkühlen lassen. So lässt er sich viel leichter herauslösen. Ausgekühlt lässt er sich am besten schneiden.

Tipps & Variationen

  • Vegan: Einfach Hefeflocken statt Käse verwenden, der Kuchen ist dann von Natur aus vollständig pflanzlich.
  • Schärfer: Wer es pikant mag, gibt eine kleine Prise Chiliflocken oder etwas Harissa in den Teig.
  • Kräuter variieren: Statt frischer Kräuter funktionieren auch getrockneter Oregano oder italienische Kräuter gut. Gerade auf Reisen, wenn frische Kräuter nicht immer verfügbar sind.
  • Servieren: Lauwarm oder bei Zimmertemperatur zum Grillen, als Beilage zum Salat oder einfach in Scheiben als Snack für unterwegs.

Rezept: Herzhafter Tomaten-Oliven-Kuchen

aus dem RoadBaker* oder OMNIA*

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl
  • 1 Tüte Backpulver (ca. 15 g)
  • 4 EL Olivenöl
  • 250 ml pflanzliche Milch (z. B. Hafer- oder Sojadrink)
  • 125 g pflanzlicher Joghurt (oder Naturjoghurt)
  • 2 EL Röstzwiebeln
  • 4 EL geriebener Hartkäse oder Hefeflocken
  • 1 Prise Salz
  • Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Füllung

  • 100 g getrocknete Tomaten (gut abgetropft, eingeweicht wenn sehr trocken)
  • 100 g Oliven (schwarz oder grün, entsteint, abgetropft)
  • Handvoll frische Petersilie, gehackt
  • Oregano, Basilikum oder frischer Schnittlauch nach Geschmack
  • 2–3 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten (optional)

Zubereitung

  • Falls nötig, weiche die getrocknete Tomaten in heißem Wasser ein und lasse sie anschließend gut abtropfen. Nun schneidest Du sie in kleine Stücke.
  • Sollten deine Oliven noch nicht entsteint sein, machst Du das am besten so: Drücke einfach mit der Klinge eines großen Messer seitlich auf die Olive, so löst sich das Fruchtfleisch vom Stein und du kannst diesen einfach herauslösen. Schneide die Oliven klein.
  • Misch Mehl, Backpulver, Röstzwiebeln, Käse/Hefeflocken, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel gut miteinander.
  • Füge nun Olivenöl, pflanzliche Milch und Joghurt hinzu und verrühre alles zügig zu einem homogenen Teig. Es darf noch etwas trockenes Mehl zu sehen sein.
  • Denn zum Schluss hebst Du noch die getrockneten Tomaten, Oliven, Kräuter und Frühlingszwiebeln vorsichtig unter.
  • Die beschichtete Form des RoadBaker* oder OMNIA* brauchst Du nicht einfetten. Die normale Aluminum-Backform aber auf jeden Fall. Die Silikonform spülst Du kurz mit kaltem Wasser. Fülle den Teig in deine Backform.
  • Im CampingBackofen bei mittlerer Hitze ca. 50 Minuten backen. Stäbchenprobe: Stäbchen muss sauber herauskommen.
  • Lasse anschließend den herzhaften Kuchen mindetstens 15 Minuten in der Form auskühlen bevor Du ihn stürzt. Lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren. Der schmeckt auch noch am nächsten und übernächsten Tag!

Tipps

  • Tomaten-Tipp: Beim Einweichen wird überschüssiges Salz abgespült, das verhindert, dass der Kuchen zu salzig wird.
  • Vegan: Hefeflocken statt Käse verwenden. Pflanzlicher Joghurt und Milch sind bereits im Grundrezept enthalten.
  • Variationen: Chiliflocken oder Harissa für mehr Schärfe. Getrocknete Kräuter funktionieren ebenso gut wie frische.
  • Aufbewahren: Im Kühlschrank 2 bis 3 Tage haltbar. Lässt sich auch kalt gut essen. So ist er perfekt als Camping-Snack für unterwegs.

Probier es aus – und schreib mir, wie er dir geschmeckt hat!

Deine Doreen

Der angeschnittene Tomaten-Oliven-Kuchen schräg oben von der Seite sodass im Anschnitte die getrockneten Tomatenzu sehen sind. 1 stück liegt davor. Auf einem blau weiß gemusterten Teller. Im Hintergrund das blaue Wohnmobil.

Kochen im CampingBackofen

Der RoadBaker* ist mittlerweile mein liebstes Backwerkzeug auf Reisen. Kompakt, vielseitig und überraschend leistungsfähig – er backt Brot, Kuchen, Aufläufe und eben auch diesen herzhaften Pizzakuchen. Die Hitzeverteilung ist gleichmäßig genug, dass ich mir um den Teig keine Sorgen machen muss.

Den Kuchen nach dem Backen kurz in der Form auskühlen zu lassen ist kein netter Tipp, sondern wirklich entscheidend: Er löst sich dann wie von Geisterhand aus der Form, ohne zu reißen oder zu kleben. Ich sage es aus leidvoller Erfahrung.

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