Es ist der Wahnsinn! Echt jetzt! Als ich dieses Gulasch zum ersten Mal gekocht habe, hätten wir uns reinlegen können! So, so lecker! Wenn Du Lust auf ein richtig herzhaftes, wärmendes Gericht hast, das ganz ohne Fleisch auskommt, dann ist dieses vegane Sojagulasch genau das Richtige für Dich. Die Sojawürfel nehmen all die würzigen Aromen auf und sorgen für den typischen Gulaschgeschmack – saftig, aromatisch und mit einer feinen, leicht rauchigen Note.

Das Beste daran: Du brauchst keine exotischen Zutaten. Alles, was Du brauchst, findest Du in jedem gut sortierten Supermarkt. Ob als deftiges Abendessen an einem kühlen Abend oder als wärmender Genuss nach einem langen Tag unterwegs macht dieses Sojagulasch glücklich und satt. Was den Vorkoster besonders begeistert hat, ist, dass dieses typische Gulaschfett, was er früher so gehasst hat, hier einfach nicht existiert.

In diesem einfachen Rezept zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Du das Gulasch so zubereitest, dass es aromatisch bleibt, die Sojawürfel schön saftig sind und die Sauce herrlich sämig wird. Du wirst sehen, dass vegan und herzhaft perfekt zusammenpassen und dass dieses Gericht nicht nur Veganer begeistert.
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Ich habe für das Gulasch dicke Würfel aus Soja verwendet. Diese müssen nur in heißem Wasser 15 Minuten eingeweicht werden. Das kannst Du vor dem aber auch schon am Morgen oder einen Tag vorher erledigen. Danach sollten sie Sojawürfel noch in einer einfachen Marinade ziehen, für weitere 15 Minuten.
Während dieser Zeit kannst Du Ziebel, Knoblauch und Paprika schneiden. Ich habe statt der Paprika ein Glas Letscho verwendet. Das passt hammergut und ich mache es jedes Mal wieder!
Du brätst nun die Sojawürfel in der Pfanne an, hinzu kommt das Gemüse. Danach wird alles mit Letscho und Brühe abgelöscht und den Rest erledigt die Pfanne. Freue Dich auf eine richtig herzhaftes, pikantes Gulasch!
Zum Gulasch kannst Du anschließend kurze Nudeln kombinieren oder ganz klassich Kartoffeln. Auch ein frisches Roggenbrot passt hervorragend.
Einfaches Gulasch aus Soja
3 – 4 Portionen mit Beilage
Zutaten
- 150 g trockene, große Sojawürfel* oder Sojaschnetzel*
Marinade:
- 3 Esslöffel Öl
- 2 Esslöffel Tomatenmark
- 2 Esslöffel Sojasoße
- 1 Teelöffel Zucker
- 1 große Zwiebel
- 5 Knoblauchzehen
- 2 rote Paprika
- 300 ml passierte Tomaten
- Alternative zu Paprika und Tomaten: 1 Glas, ca 400 g Letscho
- 2 Esslöffel Tomatenmark
- 250 ml Brühe (ich: Wasser + 1 TL Misopaste)
- 1 Essslöffel Paprikapulver, süß
- 1 Esslöffel Paprikapulver, scharf, geräuchert*
- 1 Esslöffel Majoran
- Salz
- Pfeffer
- 1 Teelöffel Senf
Zubereitung
- Bedecke die Sojawürfel mit kochendem Wasser und lasse sie mindestens für 15 Minuten einweichen. Anschließend drückst Du die überschüssige Flüssigekit aus und tupfst sie ein wenig ab.
- Verrühre alle Zutaten für die Marinade und gibt sie über die Sojawürfel. Mische alles gut miteinander und lasse die Sojawürfel für weitere 15 Minuten ziehen.
- Währenddessen würfelst Du die Zwiebel und hackst den Knoblauch.
- Falls du frische Paprika verwendest, schneidest Du diese in Stücke.
- Nach der Ruhezeit erhitzt Du etwas Öl in einer Pfanne und gibst die Sojawürfel hinein. Brate eine Seite der Sojawürfel kräftig für 5 Minuten an.
- Stelle die Hitze etwas runter und füge Zwiebel und Knoblauch (und Paprika) hinzu und brate alles für 5 Minuten an.
- Nun röstet Du das Tomatenmark und die Gewürze für 1 Minute mit an.
- Lösche anschließend alles mit den passierten Tomaten oder Letscho und der Brühe ab.
- Rühre alles gut um und lasse das Gulasch zugedeckt für 30 Minuten köcheln.
- Nach der Kochzeit rührst Du noch den Senf unter und schmeckst Dein Gulasch mit Pfeffer und Salz ab.

Jedes mal wenn ich diese Gulasch koche, wird es bei uns einfach inhaliert! Ein Lieblingsgericht!
Deine Doreen
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Wissenswertes über Soja
Soja ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und zugleich eine der spannendsten, wenn es um die moderne Ernährung geht. Ursprünglich stammt sie aus Ostasien, wo sie seit Jahrtausenden nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als bedeutende Kulturpflanze geschätzt wird. Besonders in China, Korea und Japan hatte Soja schon früh einen festen Platz in der Küche. Dort wurden traditionelle Produkte wie Tofu, Tempeh, Sojasauce oder Miso entwickelt, die bis heute weltweit beliebt sind.
Das Besondere an Soja ist der hohe Eiweißgehalt. Kaum eine andere Pflanze liefert so viel pflanzliches Protein in einer so guten Zusammensetzung. Deshalb wird Soja auch oft als „Fleisch der Felder“ bezeichnet. In Zeiten, in denen immer mehr Menschen weniger oder gar kein Fleisch essen möchten, gewinnt Soja an Bedeutung, weil es eine sehr gute Grundlage für eine ausgewogene Ernährung bietet. Ob als Milchalternative, als Joghurt, als pflanzliche Fleischalternative oder in seiner puren Form – Soja ist unglaublich vielseitig.
Ein weiterer spannender Aspekt ist, wie unterschiedlich Soja verarbeitet werden kann. Sojamilch entsteht, wenn die Bohnen eingeweicht, gemahlen und gekocht werden. Tofu wird wiederum aus Sojamilch gewonnen, indem man diese gerinnen lässt. Tempeh entsteht durch eine Fermentation der ganzen Bohnen, wodurch ein festes, nussiges Produkt entsteht, das viele Fans hat. Sojasauce wiederum wird durch Fermentation mit Schimmelpilzen und Bakterien hergestellt und verleiht Speisen eine intensive, herzhafte Tiefe. Alle diese Produkte zeigen, wie kreativ mit dieser Pflanze gearbeitet werden kann – und wie sehr sie es schafft, in ganz unterschiedlichen Küchen Fuß zu fassen.
Doch Soja ist nicht nur ein Lebensmittel, sondern auch ein Spiegel für globale Entwicklungen. In den letzten Jahrzehnten hat die Sojabohne eine rasante Karriere hingelegt, vor allem durch die weltweite Fleischproduktion. Ein großer Teil der Sojaernte landet nämlich nicht direkt auf den Tellern, sondern in Futtertrögen. In Südamerika werden riesige Flächen für den Sojaanbau genutzt, um Tierfutter herzustellen. Das sorgt für Diskussionen, denn mit dem steigenden Bedarf an Futtermitteln gehen oft Abholzung, Monokulturen und Umweltprobleme einher.
Umso wichtiger ist es, zu unterscheiden: Soja, das direkt für den menschlichen Verzehr angebaut wird, stammt in Europa in der Regel aus kontrolliertem Anbau. In Deutschland, Österreich und auch in Portugal wächst Soja inzwischen regional, sodass man Produkte findet, die aus europäischer Landwirtschaft stammen. Wer bewusst einkauft, kann also darauf achten, dass das Soja nicht aus Übersee kommt, sondern aus nachhaltigen Quellen. Damit leistet man einen Beitrag dazu, die negativen Folgen des globalen Sojahandels zu reduzieren.
Auch gesundheitlich ist Soja ein interessantes Thema. Neben dem hohen Eiweißgehalt liefert es wertvolle Ballaststoffe, mehrfach ungesättigte Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders bekannt sind die Isoflavone, die manchmal auch als Phytoöstrogene bezeichnet werden. Diese Pflanzenstoffe haben eine ähnliche Struktur wie das Hormon Östrogen und wurden deshalb lange kontrovers diskutiert. Heute weiß man, dass der maßvolle Konsum von Sojaprodukten nicht schädlich ist und sogar positive Effekte haben kann, etwa auf das Herz-Kreislauf-System. In vielen asiatischen Ländern, in denen Soja ein täglicher Bestandteil der Ernährung ist, treten bestimmte Zivilisationskrankheiten weniger häufig auf.
Ein weiterer Vorteil ist die Vielseitigkeit in der Küche. Soja kann neutral oder herzhaft schmecken, je nachdem, wie man es zubereitet. Sojagranulat oder Sojawürfel sind in getrockneter Form lange haltbar und nehmen beim Kochen die Aromen der Gewürze und Saucen auf. Dadurch sind sie ein ideales Produkt für alle, die gerne mit Geschmacksexperimenten arbeiten. Gleichzeitig sind sie praktisch für unterwegs, da sie kaum Platz benötigen und einfach mit heißem Wasser aufgegossen werden können – perfekt also auch für die Campingküche.
Auch kulturell hat Soja eine große Bedeutung. In Japan ist die Teezeremonie ohne kleine Snacks aus Sojaprodukten kaum vorstellbar, in Korea gehört fermentierte Sojabohnenpaste zu fast jedem Essen, und in China ist Tofu so selbstverständlich wie bei uns Brot. Diese lange Tradition zeigt, dass Soja weit mehr ist als ein Trend oder ein Ersatzprodukt – es ist eine gewachsene Lebensmittelkultur, die über Jahrtausende hinweg immer weiterentwickelt wurde.
Heute erleben wir eine Art zweite Soja-Welle. Früher war Soja vor allem in Reformhäusern oder Asia-Läden zu finden, inzwischen gibt es eine große Auswahl in jedem Supermarkt. Ob Drinks, Desserts, Sojajoghurt oder Fleischalternativen – die Palette wächst ständig. Viele Menschen schätzen dabei nicht nur den gesundheitlichen Aspekt, sondern auch die Nachhaltigkeit. Denn wenn Soja direkt für den Menschen genutzt wird, ist die Umweltbilanz deutlich besser als bei Fleisch.
Dennoch lohnt es sich, bewusst einzukaufen. Bio-Produkte und europäische Herkunft sind ein guter Weg, um sicherzugehen, dass man nicht indirekt Regenwaldrodungen unterstützt. Zudem sind unverarbeitete Sojaprodukte wie Tofu, Tempeh oder Sojaflocken oft gesünder als stark verarbeitete Fertigprodukte.
Spannend ist auch, wie sehr Soja Emotionen auslösen kann. Manche Menschen sind überzeugt, dass es unverzichtbar für eine moderne Ernährung ist, andere sehen es skeptisch. Dabei lohnt es sich, den Blick zu weiten und Soja nicht nur als Ersatz, sondern als eigenständiges Lebensmittel zu betrachten. Es hat seinen ganz eigenen Geschmack, seine eigenen Traditionen und Möglichkeiten. Wer das einmal entdeckt, wird Soja nicht mehr nur als Alternative, sondern als Bereicherung sehen.
Und schließlich noch ein Blick in die Zukunft: Mit der steigenden Nachfrage nach pflanzlichen Eiweißquellen wird Soja sicher weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig entstehen neue Produkte, die Soja mit anderen Eiweißquellen kombinieren – etwa Erbsen oder Lupinen. Doch die Vielseitigkeit und lange Erfahrung mit Soja wird dafür sorgen, dass es ein Klassiker bleibt.
So ist Soja heute beides: ein uraltes Lebensmittel mit tiefen kulturellen Wurzeln und zugleich ein Symbol für moderne Ernährungstrends. Wer es bewusst nutzt, kann nicht nur lecker und gesund essen, sondern auch einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten.
Liebe Doreen, das hört sich gut an. Habe ich früher auch ähnlich gemacht. Soja in Brühe eingelegt für die erste Würzung. Später auch im Topf angebraten mit Möhren und Paprika (rot und grün), viiiele Zwiebeln, Knoblauch und Tomatenmark. Später gewürzt mit geräucherten Paprika und Salz. War auch immer sehr lecker. Aber ich persönlich bin mittlerweile raus bei Soja. Aber die Marinade hätte ich auch früher kennengelernt 🤗.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende. Hier ja ein laaanges Wochenende.
Liebe Grüße Petra
Liest sich auf jeden Fall lecker! Verträgst du Soja nicht mehr?
Ich mag es nicht mehr so gerne. Ich lasse einfach das Fleisch weg oder esse maaaal Rindfleisch bzw Putenfleisch vom Metzger meines Vertrauens 😃
ich krich die bella nich ran
an soja 🙁
egal wie ich es marinier
sie riecht den “ braten “
und läßt die zähne von 🙁
nix zu machen 🙁
gruß ronny